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Das letzte Jahr im Kindergarten

Aufbauend auf den bisher erworbenen Kompetenzen, der emotionalen und geistigen Reife, wollen wir die Kinder bewusst auf ihrem Übergang zur Schule begleiten. Alles bislang Erfahrene und Erlebte ist die Basis, worauf wir im letzten Jahr aufbauen. (Weiter-) Entwicklung funktioniert nur auf dem Fundament der vorangegangenen Jahre.

Alle zukünftigen "Schulkinder" bilden eine eigene Gruppe mit besonderen Erlebnis- und Bildungsangeboten. Sie werden von einem festen Mitarbeiterinnenteam durch das letzte Kindergartenjahr begleitet. Für die Kinder bedeutet dies:

  • Dem Kind bietet sich die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit ihm nicht so vertrauten Erwachsenen
  • Ein verstärktes Loslassen gewohnter Strukturen wird geübt.
  • Die Kinder erleben sich in dieser Gruppe Gleichaltriger neu, erleben andere Möglichkeiten und Grenzen.
  • Das erfordert, dass sie ihre Rolle und Position neu überprüfen müssen.

Die Teilnahme am Schulanfängertreff ist verbindlich. So üben die Kinder Pflichtaufgaben als persönlich bedeutsame Herausforderungen anzunehmen und konstruktiv zu bearbeiten.

Das letzte Jahr vor dem Schuleintritt gewinnt durch den Schulanfängertreff eine innere Spannung: die Kinder sind sozusagen auf dem Höhepunkt ihrer Kindergartenlaufbahn angekommen und genießen den Status des zukünftigen "Schulkindes".

Sie erleben besondere Höhepunkte, die sowohl eigens für sie von den Erzieherinnen geplant und unter Mitwirkung und Mitgestaltung der Kinder prozesshaft umgesetzt werden.

Vor dem Hintergund der PISA-Studie; der Bildungsvereinbarungen und des Schulfähigkeitsprofils entwickeln wir Kooperationsformen mit der Grundschule, die unsere Schulkinder besuchen werden:

  • Freies Entdecken und Erkunden der Räumlichkeiten und des Umfeldes der Schule
  • Übergreifende Feste und Feiern
  • Besuchstage und Schnupperstunden mit den Kindern in der Grundschule
  • Gemeinsame Informationsveranstaltungen und Elternabende mit LehrerInnen der Grundschule
  • Gegenseitige Hospitationen
  • Abstimmen gemeinsamer Bildungsinhalte
  • Gemeinsame Fort- und Weiterbildung

 

DELFIN 4
Sprachstandsfeststellung zwei Jahre vor der Einschulung
Auszug aus der Infobroschüre der Ministerien Schule + MfGFI

Sprache ist der Schlüssel für bessere Bildungschancen! Aus diesem Grund ist die frühe Sprachförderung ein Schwerpunkt in der Bildungsarbeit. Es gibt jedoch Kinder, die mehr Unterstützung gebrauchen als andere.

Daher sieht das neue Schulgesetz in 36 Abs. 2 vor, dass bei allen 4-jährigen Kindern die Sprachkompetenz rechtzeitig untersucht wird. Dazu hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW einen standardisierten Sprachtest entwickeln lassen (Delfin 4), der gegebenenfalls zwei Stufen umfasst. Die Teilnahme am Test ist verpflichtend, ebenso die eventuell daraus folgende Teilnahme an einer Sprachfördermaßnahme.

Wenn dieser Test zeigt, dass das Kind eine über das übliche Maß hinausgehende pädagogische Unterstützung bei seiner Sprachentwicklung bzw. bei der Aneignung der deutschen Sprache benötigt, wird es anschließend zwei Jahre lang in der Kindertageseinrichtung mit besonderer Aufmerksamkeit gefördert.
Die Einrichtungen erhalten dann für jedes dieser Kinder 340 Euro im Jahr. NRW hat damit als erstes Bundesland der Sprachförderung in der frühkindlichen Bildung eine hohe Priorität gegeben.

Barbara Sommer
Schulministerium

Armin Laschet
Ministerium f. Generationen, Familie Frauen und Integration

Diese gesetzliche Regelung ersetzt nicht logopädische Therapien.

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